Unser Literatur-Herbst

Schnell ist er gegangen und kurz war er – der Sommer. Und jetzt sind wir mittendrin im Herbst – regnerisch und frisch. Der goldene Oktober lässt noch auf sich warten. Das hält uns aber nicht ab, erstmals unseren Literatur Herbst zu starten, den wir letztes Jahr der Pandemie geschuldet nicht starten durften. Dieses Jahr sieht es aber gut aus und wir freuen uns auf drei interessante Veranstaltungen vom 21. bis zum 23. Oktober – literarisch, lebendig und unterhaltsam. Weitere Informationen über die jeweilige Veranstaltung findet Ihr nun folgend.

Wir freuen uns auf Euren Besuch. Karten erhaltet Ihr in unserem Buchladen, per Mail und an der Abendkasse.

Grit + Peter

Das waren unsere 2. Mirower Kultur- und Literaturtage

Letztes Jahr haben wir Grit und ich etwas begonnen aufzubauen, was es überall in anderen Regionen, Landstrichern und Städten auch gibt – Kultur- und Literaturtage. Dennoch wollten wir etwas anderes, etwas „Persönlicheres“ schaffen. Die Integration unserer Gäste – also die Autorinnen und Autoren – in unsere Region, in unser Leben und das unserer Menschen, die teilgenommen haben an unseren Kultur- und Literaturtagen. Und wenn im letzten Jahr so einiges noch eckig und nicht ganz rund gelaufen ist – aller Anfang ist schwer – haben wir uns dieses Jahr mit großen Schritten unserer Vision des Zusammenfindens genähert. Eigentlich müssten wir jeden Einzelnen unserer Gäste nennen, weil sie alle dazu beigetragen haben. Wir möchte es bei Dreien belassen und die anderen mögen es uns entschuldigen.

Einmal Norbert Scheuer, der obwohl wir es ihm angeboten haben, die Veranstaltung abzusagen, weil er mitten in dem Katastrophengebiet der Eifel wohnt, und sein Ort Kall, von dem er auch in seinen Romanen so liebevoll schreibt, in Teilen nicht mehr steht und die Wasser- und Schlammmassen den Menschen Hab und Gut genommen hat. Er wird wieder kommen, weil ihm nur in dieser ganz kurzen Zeit, in dem er hier war, unsere Landschaft so viel gegeben hat, wie er sagte. Steffen Kopetzky mit seinen Bestsellern Risiko, Propaganda und aktuell Monschau sagte uns, ich komme wieder zu Euch, auch zum Lesen, aber auch um vielleicht hier eine Woche oder auch mehr bei uns zu arbeiten, also zu schreiben. Und schließlich Wolfgang Kohlhaase der mit seinem Auftritt uns alle, die an der Veranstaltung teilnahmen tief bewegt hat und nicht nur bei Peter Schmitt, sondern bei vielen anderen auch, die Tränen hat fließen lassen.

War die erste Woche von der Wetterseite her ideal und hat es uns leicht gemacht, organisatorisch diese Mammutaufgabe zu bewältigen, so war die zweite Woche eine Herausforderung, weil nur am ersten Tag dem Sonntag das Wetter uns gut gesonnen war und Lesung und Kino draußen auf der Kultur-Bühne-Mirow stattfinden konnten. Dann war‘s vorbei und wir mussten umziehen in die Aula des „Unteren Schlosses“. Das Feeling von Open Air konnten wir bei Regen, Wind und den nicht angenehmsten Temperaturen für einen August nicht bieten. Doch Unentwegte haben dennoch den Weg ins „Untere Schloss“ zum Kino gefunden. Und über den Besuch der Lesungen, der sich doch erheblich gegenüber dem Vorjahr gesteigert hat, haben wir uns riesig gefreut.

Haben wir letztes sehr, sehr viel drauflegen müssen, so hat sich dies dieses Jahr zum Positiven gewendet. Der Betrag wird nicht mehr riesig sein und vielleicht schaffen wir es nächstes Jahr, mit Plus-Minus-Null davon zu kommen. Denn das ist unser Ziel. Keine geschäftlichen Interessen, dafür muss unser Buchladen herhalten.

Zum Abschluss eigentlich das Wichtigste: Ohne die Menschen, die mit ihrer Hilfe, Unterstützung und Menschlichkeit bei der Organisation der Kultur- und Literaturtage beigetragen haben, und auch auf ihrem Grund und Boden wunderschöne Veranstaltungen haben stattfinden lassen, wären wir unserem Ziel des Zusammenfindens nicht annähernd so weit gekommen wie dieses Jahr. Danke Andrea + Roland Tuma, Anne + Gerd Schneider, Heidelene Kreft, Heike + Tobias Müller-Deku, Kevin Lierow, Maria von Maltzahn, Renate Lippe, Susanne Bocher und alle anderen, die dazu beigetragen haben.

Und Achtung! Vom 21. bis zum 23. Oktober findet erstmals unser „Literatur-Herbst“ statt. Am 21. gibt es eine Lesung über Döblins „Alexanderplatz“, am 22. einen Abend mit Emöke Pöstenyi und am 23. „Es lebe die Freiheit“ mit Reinhold Joppich und der musikalischen Begleitung von Mario Di Leo.

Grit + Peter

Am 15. August starten wir in die zweite Woche unserer Mirower Kultur- und Literaturtage, die in erster Linie von Autorinnen geprägt sein wird. Ort des Geschehens ist diesmal die Kulturbühne hinter dem Unteren Schloss. Die erste Veranstaltungswoche ist nun vorüber, wir haben aufgeräumt und uns ein klein wenig erholt, und bevor es nun wieder richtig losgeht, vielleicht eine kurze Zwischenbilanz.

Wir haben uns gefreut, dass wir im Vergleich zum Vorjahr noch mehr Menschen erreichen konnten, was sich in gestiegenen Besucherzahlen bemerkbar gemacht hat. Sicher hatten wir in diesem Jahr einige besonders hochkarätige Schriftsteller bei uns, aber wir glauben auch, dass es sich inzwischen etwas herumgesprochen hat, dass in Mirow kulturell auch etwas los ist. Ebenfalls hat uns gefreut, dass alle Akteure sich in Mirow und Umgebung sehr wohl gefühlt haben und wiederkommen wollen. Tom Hillenbrand hat von einer stark unterschätzten Gegend gesprochen und Steffen Kopetzky zieht sogar in Erwägung, hier für eine Weile zu arbeiten. Das macht doch stolz. Dazu beigetragen haben auch alle die, die uns bei der Durchführung in dieser ersten Woche so tatkräftig unterstützt haben.

Ob wir zufrieden sind? Ja und nein. Ja, weil wir tolle Leute für unsere Kultur- und Literaturtage gewinnen konnten, weil wir schöne Stunden mit den Akteuren und Gästen verleben konnten, weil wir inspirierende Gespräche geführt haben und daraus natürlich jede Menge neue Ideen entsprungen sind. Und weil uns viel Zuspruch zuteil wurde, der uns gezeigt hat, dass wir auf dem richtigen Weg sind und dieses Konzept von den Leuten angenommen wird. Nein, weil wir noch lange nicht da sind, wo wir mit dieser Veranstaltung hin wollen, nämlich sie zu einer festen Einrichtung in der Region zu machen, die gleichermaßen Einheimische und Touristen, aber auch Menschen aus dem etwas weiteren Umfeld anzieht. Dahin ist es noch ein weiter Weg, aber wir arbeiten daran.

Natürlich waren auch die Veranstaltungen in diesem Jahr wieder durch die geltenden Corona bedingten Vorschriften und Einschränkungen beeinflusst, aber wir haben hier sehr konstruktiv und so unbürokratisch wie möglich mit den verantwortlichen Stellen zusammengearbeitet, dafür vielen Dank. Und natürlich auch vielen Dank an unsere „Schlossherrin“ Frau Dr. Susanne Bocher, die uns ihr Haus und Gelände für die Veranstaltungen zur Verfügung gestellt und auch darüber hinaus bestmöglich unterstützt hat.

Nun steigt natürlich langsam wieder der Adrenalin-Pegel, denn die zweite Woche steht unmittelbar bevor und damit die üblichen Fragen und Ängste: Kommen die Veranstaltungen beim Publikum an? Kommen überhaupt genügend Zuschauer? Hält das Wetter? Funktioniert die Technik? Aber auf der anderen Seite freuen wir uns natürlich riesig, denn wir haben wieder spannende Leute, diesmal vor allem Autorinnen, eingeladen. Stellvertretend erwähnen möchten wir an dieser Stelle die Lesung mit Inés Burdow und Bastienne Voss am 19. August, die aus dem Erzählband „Erfindung einer Sprache“ von Wolfgang Kohlhaase lesen. Doch damit nicht genug: Der Altmeister selbst und seine Frau, Emöke Pöstenyi, den meisten von uns bestens aus ihrer Zeit beim Fernsehballett bekannt, werden ebenfalls anwesend sein und gemeinsam mit den beiden genannten Schauspielerinnen den Abend gestalten – da ist die Vorfreude natürlich riesengroß.

Auch auf die Kinofilme, die wir selber ausgesucht haben, freuen wir uns sehr. Und ein ganz klein wenig schielen wir bereits ins nächste Jahr, wofür wir schon den einen oder anderen gewinnen konnten, aber das wird noch nicht verraten. Im Fußball sagt man: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. So ist das hier auch.

Grit + Peter

Auch 2021 werden die Mirower Kultur- und Literaturtage stattfinden – zum einen vom 25. bis zum 30. Juli und zum anderen vom 15. bis zum 20. August. Die Zusagen der Autorinnen und Autoren liegen vor und wir freuen uns, der Region wie letztes Jahr ein interessantes, aktuel-les, unterhaltsames und abwechslungsreiches Programm bieten zu können.

Bedingt durch die Sommerzeit aber auch der Pandemie geschuldet sind die meisten Veranstaltungen im Freien geplant – in der ersten Woche im Schlosspark und in der zweiten Woche auf der Kultur-Bühne im Park des unteren Schlosses. Alle Veranstaltungen werden unter den zu diesem Zeitpunkt geltenden Hygienevorschriften stattfinden.

Weitere Informationen über die Autorinnen und Autoren, deren Bücher und die jeweilige Veranstaltung finden Sie nun folgend.

Literatur Herbst

Leider müssen wir unseren Literatur Herbst und die mit Bastienne Voss geplanten Veranstaltungen vom 20. bis zum 22. November und am 4. Dezember 2020 Corona bedingt absagen und hoffen die Veranstaltungen 2021 nachholen zu können.

Liebe Kultur- und Literaturfreunde,

am kommenden Sonntag, den 16. August um 17:00 Uhr starten mit der Eröffnungs-veranstaltung auf der Kultur-Bühne-Mirow die „Ersten Mirower Kultur- und Literaturtage“, worauf wir uns, die Schmitts vom Mirower Buchladen, riesig freuen. 29 Programmpunkte stehen auf dem Veranstaltungskalender bis einschließlich 21. August. Ob Lesungen, Kulinarisches, Kinderprogramm oder Open Air, wir denken, da ist für jeden etwas dabei. Es war nicht einfach, eine solche Veranstaltung ohne „Investor“ und „Geldgeber“ auf die Beine zu stellen. Es waren aber auch keine mühsamen Verhandlungen, die Autor*innen hier zu uns nach Mirow zu holen, weil unsere Gäste aus Italien, Tschechien, Österreich und Deutschland sich auf die Mirower sowie die Region freuen. Wir freuen uns aber auch auf das Carolinum Neustrelitz mit zwei und das Kinderprogramm mit drei Veranstaltungen.

Wir wollen unsere Gäste nicht enttäuschen, und würden uns freuen, wenn die einzelnen Veranstaltungen zahlreich besucht werden. Der Eintritt, erlauben Sie uns die Anmerkung, dient ausschließlich dazu, die Kosten zu decken. Auf dem Gelände hinter dem Unteren Schloss erwartet Sie neben den einzelnen Veranstaltungen Büchertische, viele Gespräche und eine angenehme Atmosphäre. Getränke sind natürlich auch zu haben.

Mit gebracht haben Verleger und Verlage Musils Mörder und einen Leichenfund nahe Prag. Das Car­bonzeitalter, das vor 300 Millionen Jahren en­dete, kehrt zurück. Was ist Realität oder pure Täuschung bei der Jagd nach dem sagenum­wobenen Schatz der geheimnisvollen „letalen Glocke“? Wir erfahren hof­fentlich Näheres, was der Grund für eine folgenreiche Verspätung ist. Schließlich speisen wir böhmisch und österreichisch und versuchen uns an der Kunst der Teezubereitung. Weiter sind wir dabei, wie sich nicht nur die Erde, sondern auch das gesellschaftliche Klima aufheizt und werfen einen Blick hin­ter die Hoch­glanzfassaden von Sportlerehen und Strahlemännern, Urlaubsidyllen und vielversprechenden Seniorenresidenzen. Wir lassen uns verzaubern von dem stimmge- waltigen Reinhold Joppich und seinem italienischen Abend – diesmal kriminalistisch mit Carlotto + Lucarelli und wie immer musika­lisch beglei­tet von Mario Di Leo, lassen Hölderlin auf­erstehen, und Luigi Reitani wird uns helfen, ihn zu verstehen. Und mitten in der Zeitenwende entflammt eine lei­denschaftliche deutsch-deutsche Affäre, die einmal ein wenig anders erzählt wird als das bisher Bekannte.

Open Air nehmen wir teil, wie Außerirdische uns besuchen und fühlen uns erinnert an 2001 Odysee im Weltraum, nehmen am Leben vom Abenteurer Goldmund und Klosterbruder Narziss teil, hören die Klänge aus H.G. Wells Krieg der Welten, werden noch einmal erwachsen mit dem Film Orangentage unter Anwesenheit der Drehbuchautorin(!) und des Regisseurs(!) und leiden zum Schluss mit dem einzigartigen Josef Hader als Detektiv Brenner in „Ewiges Leben“.

die Schmitts vom Buchladen